Über mich

Geboren wurde ich…
1965 in Nordfriesland. Mit acht Jahren fing ich in St. Peter-Ording an zu reiten – das war 1973. Ein Jahr später ging es bereits zum ersten Ausritt an den Strand.
Drei Jahre später wechselte ich nach Garding. Von Tönning aus war das einfach günstiger gelegen und – nicht ganz unwichtig – meine Eltern mussten mich nicht mehr ständig zum Reitstall fahren.
Reiten gelernt bei einem Trainer aus einer anderen Zeit
Prägend war dort für mich Hans Petersen, ein alter Reitlehrer aus der Kavallerie. Und genauso sah er auch aus: Pluderhosen, Lederreitstiefel, Hemd, Schiebermütze und irgendwie immer eine Gerte unter dem Arm.
Sein Steckenpferd waren Abteilungsreiten und Quadrille. Bei ihm lernten wir vor allem eines: akkurat reiten. Bahnfiguren waren Bahnfiguren und keine ungefähren Empfehlungen.
Die sogenannten „Freizeitreiter“ gab es damals eigentlich nicht. Wer im Reitverein Unterricht bekam, wurde auch in Richtung Turniersport gefördert.

Meine Leidenschaft galt zunächst dem Springen
Mit 14 Jahren war ich bereits im L-Springen erfolgreich. Da das vor 1980 war, findet man diese Ergebnisse heute nicht in den FN-Aufzeichnungen. L-Springen waren damals übrigens 1,20 Meter hoch – heute entspricht das der Höhe eines M*-Springens.
Nun ja – die Zeiten ändern sich. Und ich mich auch.
Mein letztes L-Springen ritt ich 2008, mein letztes E-Springen 2016. 2011 habe ich mich außerdem einmal an eine Vielseitigkeitsprüfung der Klasse E in Schenefeld gewagt. Das war schon ordentlich anspruchsvoll – und hat unglaublich viel Spaß gemacht.
Mit den Jahren wurden meine Sprünge allerdings immer niedriger, weil mein Respekt – nennen wir es ruhig „Angst“ – größer wurde. Also bin ich irgendwann einfach verstärkt auf die Dressur umgestiegen. Mit Wessel sogar bis zur Klasse S. Nicht besonders gut, ich hab es einfach gemacht.
Angefangen hat alles ganz normal
Meine „Turnierkarriere“ begann natürlich nicht mit fertigen Sportpferden, sondern ganz klassisch mit Schulpferden und Reiterwettbewerben.
Mit „Nordstern“ landete ich regelmäßig ziemlich weit hinten. Das war mir allerdings völlig egal. Ich wäre damals gar nicht auf die Idee gekommen, dass ich einmal eine Platzierung bekommen könnte.
Die guten Pferde, das entsprechende Geld und oftmals auch die bekannten Namen gehörten schon in den 1970er-Jahren eher den Privilegierten. Ich habe mich einfach gefreut, überhaupt dabei sein und reiten zu dürfen.
Und irgendwie ist mir diese Einstellung bis heute geblieben. Wenn ich alle zwei Jahre einmal eine Platzierung bekomme, kann ich anschließend eine Woche Party machen. 😉
Ich wollte vor allem eines: reiten.
Kein Pferd war vor mir sicher. Selbst mit einem „Schweren Warmblut“ bin ich einen A-Parcours gesprungen. Und irgendwann konnte ich sogar einmal das legendäre Ponyrennen in St. Peter-Ording gewinnen. 😊
Übrigens waren selbst A-Parcours früher durchaus mit Dingen wie Billard und Mauern ausgestattet. Es sah alles ein bisschen anders aus als heute.
Und wie kam ich zum Haflinger?
Irgendwann begann ich, nach robusteren Pferden zu suchen.
Mit der moderner werdenden Pferdezucht hatte ich persönlich zeitweise wenig Glück. Entweder erwischte ich Pferde, die nicht ganz klar im Kopf waren, oder solche, die ständig gesundheitliche Probleme hatten.
Also wollte ich Pferde, die robust, leistungsbereit und trotzdem sportlich sind.
Und so kam ich zum Haflinger.
Haflinger haben mich viel gelehrt
Wer mit einem Haflinger auf einem Turnier unterwegs ist, bekommt nichts geschenkt.
Ich bin damit durch eine ziemlich harte Richterschule gegangen. Denn mit einem Haflinger kann man sich kaum erlauben, irgendwo Punkte liegen zu lassen.
Also holt man sich die Punkte dort, wo man sie tatsächlich beeinflussen kann:
exakte Bahnfiguren, saubere Technik und präzises Reiten.
Einreiten – Halten – Grüßen: Das ist die Visitenkarte einer Dressuraufgabe.
Ein Kurzkehrt? Im Grunde reine Technik.
Bei solchen Dingen spielen spektakuläre Grundgangarten zunächst überhaupt keine Rolle. Sie müssen einfach korrekt geritten sein.
Und genau diese Genauigkeit ist etwas, das ich heute auch meinen Schülern vermitteln möchte.
Heute
Aktuell bin ich Trainer-C-Inhaberin und bereite mich auf den Trainer B vor.
Dabei möchte ich vor allem meine langjährige Erfahrung aus Springen, Dressur, Turniersport und der Ausbildung ganz unterschiedlicher Pferde an meine Schüler weitergeben – ohne den Spaß am Reiten aus den Augen zu verlieren.
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